Tiefenpsychologie

Die Psychoanalyse (Tiefenpsychologie) wurde um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert von dem Wiener Arzt Sigmund FREUD entwickelt. FREUDs Grundannahmen besitzen bis heute ihre Gültigkeit, wenn auch die Theorie später durch andere Tiefenpsychologen Ergänzungen und Erweiterungen erfahren hat.

Die Tiefenpsychologie befasst sich - wie der Name schon vermuten lässt - mit den "Tiefen" der menschlichen Seele, d.h. mit denjenigen psychischen Anteilen, die dem Bewusstsein nicht oder nur sehr schwer zugänglich sind. Sie geht von der Annahme aus, dass nichts im Seelenleben und Verhalten des Menschen zufällig passiert, sondern dass jedes Erleben und Verhalten irgendeine Ursache und einen Sinn hat. Auch scheinbar unsinnige, unerklärliche Verhaltens- und Erlebensweisen wie z.B. Zwangshandlungen, Ticks, Vergessen oder Versprecher haben einen Sinn, selbst wenn der Betreffende nichts darüber weiß.
Das bewusste Erleben des Menschen stellt nur einen Bruchteil seiner gesamten Psyche dar, der überwiegende und bedeutendere Teil liegt im Unbewussten. Er ist dem Menschen normalerweise nicht bewusst, bestimmt aber sein Verhalten und Erleben entscheidend.



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