Die Entstehung von Konflikten

Die widersprüchlichen Forderungen von ES und ÜBER-ICH führen im ICH zu Konflikten. Besonders bei einem sehr strengen ÜBER-ICH müssen die Triebe auf Dauer zurückgedrängt werden, da ihr Bewusstwerden zu Angst und Schuldgefühlen führen würde. Die Triebe können nicht befriedigt werden, da das ÜBER-ICH es nicht erlaubt. Die Triebenergie wird immer mehr aufgestaut, die Abwehrmechanismen müssen immer stärker werden, um die Triebe zu verdrängen. Dem ICH gelingt es nicht, eine befriedigende Lösung zu finden. So kommt es schließlich zu neurotischen (psychisch krankhaften) Verhaltensweisen (z.B. Depressionen, Zwangshandlungen, hysterischen Reaktionen, psychosomatischen Erkrankungen). Diese neurotischen Verhaltensweisen stellen gleichsam eine Konfliktlösung durch Krankheit dar.

 

Diese Seite drucken

Copyright 2014 Dipl.Psych. Ingeborg Prändl