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Die Aufgaben des ICH

Die folgende Abbildung verdeutlicht die schwierige Aufgabe, die das ICH zu jeder Zeit erfüllen muss, um die Ansprüche der einzelnen Persönlichkeitsanteile und der Umwelt miteinander in Einklang zu bringen.
Aus dem ES drängen Triebe ins ICH, um mit Hilfe der ICH-Funktionen Befriedigung in der Außenwelt zu erlangen. Das ÜBER-ICH als moralische Instanz verbietet jedoch dem ICH, die Treibe jederzeit und sofort zu befriedigen. Außerdem muss sich das ICH bei der Suche nach Möglichkeiten zur Triebbefriedigung nach den Gegebenheiten und Anforderungen der Realität richten. Das ICH kann also nicht immer und sofort den Trieben nachgeben; es muss sie zumindest eine Zeit lang zurückdrängen, bis einerseits das ÜBER-ICH mit einer Triebbefriedigung einverstanden ist und andererseits in der Realität die Möglichkeiten zur Triebbefriedigung vorhanden sind. Das ICH muss also die Triebe zurückdrängen, d.h. im Unbewussten halten. Dafür setzt es die Abwehrmechanismen ein.
Das ICH hat also die Aufgabe, die Forderungen von ES, ÜBER-ICH und Realität miteinander in Einklang zu bringen. Man nennt es deshalb auch den Vermittler zwischen ES, ÜBER-ICH und Realität.

 

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